Tag 8
Die Tage werden in dieser Jahreszeit zwar länger, doch immer öfter wird Gögöl vom Sonnenuntergang überrascht. Verging früher jeder Tag mit der Gemächlichkeit einer Schildkröte, so scheinen sie heute wie Falken vorüberzurasen. Gögöl hätte gerne mehr Zeit. Alles ist so hektisch. Dabei ist es viel schöner, wenn man die Dinge langsam angeht. Aber woher die Langsamkeit nehmen?
Heute hätte Gögöl sie beinahe bekommen. Er war in der Stadt unterwegs, um einzukaufen. Er brauchte zum Ersten ein Nilpferd und zweitens ein Brötchen. Nachdem er überall vergebens nach einem Nilpferdgeschäft gesucht und keines gefunden hatte, beschloss er, den Brötchenkauf vorzuziehen, damit er wenigstens einen Teil des Einkaufs erledigt hätte.
In der Bäckerei, die er betrat, war eine riesige Schlange. Gögöl hat keine Angst vor Schlangen. Er stellte sich an ihren Schwanz und wartete, dass sie kleiner wurde. Zäh verronnen die Minuten, und Gögöl wippte zunächst ungeduldig von einem Fuss auf den anderen. Warum brauchte die Bedienung zu lange? Erst nach einer halben Stunde des Wartens wurde ihm klar, dass diese Bedienung das hatte, was er schon so lange suchte: Nein, kein Nilpferd! Aber sie besaß Langsamkeit. Behäbig nahm sie die Wünsche der Kunden entgegen, mit umständlichen Aufwand füllte sie die Tüten, und im Zeitlupentempo kassierte sie. Gögöl wurde so aufgeregt, dass er sogar das Nilpferd vergaß.
Als er schließlich an der Reihe war, fragte er: "Können sie mir etwas ihrer Langsamkeit verkaufen?"
Da war die Bedienung gar nicht mehr langsam. Sie wurde hochrot, schrie Gögöl böse an und schmiß ihn aus dem Laden. Dort stand er verdattert und ärgerte sich, dass er nicht zunächst nach dem Brötchen gefragt hatte. Nun hatte er kein Brötchen, kein Nilpferd und keine Langsamkeit. Naja, dachte Gögöl, als er sich mit leeren Händen auf den Heimweg machte, wahrscheinlich ist es anmaßend, etwas so Bedeutendes kaufen zu wollen.
Langsamkeit musste er sich wohl verdienen. Und wenn er sie hätte, würde er sie auch nicht verkaufen wollen. Gerade als er der Bedienung das unfreundliche Verhalten verziehen hatte, fand er im Gebüsch am Straßenrand ein gebrauchtes Nilpferd.
Heute hätte Gögöl sie beinahe bekommen. Er war in der Stadt unterwegs, um einzukaufen. Er brauchte zum Ersten ein Nilpferd und zweitens ein Brötchen. Nachdem er überall vergebens nach einem Nilpferdgeschäft gesucht und keines gefunden hatte, beschloss er, den Brötchenkauf vorzuziehen, damit er wenigstens einen Teil des Einkaufs erledigt hätte.
In der Bäckerei, die er betrat, war eine riesige Schlange. Gögöl hat keine Angst vor Schlangen. Er stellte sich an ihren Schwanz und wartete, dass sie kleiner wurde. Zäh verronnen die Minuten, und Gögöl wippte zunächst ungeduldig von einem Fuss auf den anderen. Warum brauchte die Bedienung zu lange? Erst nach einer halben Stunde des Wartens wurde ihm klar, dass diese Bedienung das hatte, was er schon so lange suchte: Nein, kein Nilpferd! Aber sie besaß Langsamkeit. Behäbig nahm sie die Wünsche der Kunden entgegen, mit umständlichen Aufwand füllte sie die Tüten, und im Zeitlupentempo kassierte sie. Gögöl wurde so aufgeregt, dass er sogar das Nilpferd vergaß.
Als er schließlich an der Reihe war, fragte er: "Können sie mir etwas ihrer Langsamkeit verkaufen?"
Da war die Bedienung gar nicht mehr langsam. Sie wurde hochrot, schrie Gögöl böse an und schmiß ihn aus dem Laden. Dort stand er verdattert und ärgerte sich, dass er nicht zunächst nach dem Brötchen gefragt hatte. Nun hatte er kein Brötchen, kein Nilpferd und keine Langsamkeit. Naja, dachte Gögöl, als er sich mit leeren Händen auf den Heimweg machte, wahrscheinlich ist es anmaßend, etwas so Bedeutendes kaufen zu wollen.
Langsamkeit musste er sich wohl verdienen. Und wenn er sie hätte, würde er sie auch nicht verkaufen wollen. Gerade als er der Bedienung das unfreundliche Verhalten verziehen hatte, fand er im Gebüsch am Straßenrand ein gebrauchtes Nilpferd.
goegoel - 26. Mai, 12:00


Da hat Gögöl
Was das Brötchen angeht, das soll man eh langsam kauen, mindestens 40 Mal. Also ohne Langsamkeit kein Brötchen. Gögöl sollte dem Schicksal dankbar sein... :-)
Ich hoffe nur,