Tag 13
Heute ist Gögöl sehr froh aber auch ein wenig traurig, dass er lesen gelernt hat. Mehr durch Zufall hat er nämlich zu einem Buch gefunden. Er hatte zuvor schon Leute mit Büchern gesehen, wusste aber nie, dass diese als Behälter für Geschichten dienen. Er hat immer gedacht, die Leute halten sich Bücher vor die Gesichter, um ihre Nasen zu verstecken, denn nur wenige Menschen haben hübsche Nasen, findet Gögöl.
Heute aber saß er auf einer Parkbank und fand neben sich ein Buch. Nur aus Spaß (denn Gögöl findet seine Nase außerordentlich ansehnlich) nahm er das Buch in die Hand und schlug es auf. Und er fand darin Zeichen, die zu Wörter wuchsen, aus denen Sätze und mit ihnen Abschnitte und Kapitel gediehen.
Und Gögöl fühlte sich auf einmal, als wäre er in einen Fluss gesprungen, der ihn fort riss. Die Landschaft um ihn her veränderte sich wie durch Zauberhand, unbekannte Menschen tauchten auf, wurden ihm vertraut, verließen ihn wieder. Er sah Königreiche entstehen und sterben. Er rannte durch die Unendlichkeit und tauchte in die Sonne. Dann stieß er plötzlich hart gegen einen Punkt und fand sich auf seiner Parkbank wieder. Das Buch war zu Ende. Wie im Taumel suchte er erneut die erste Seite, um die Geschichte zu wiederholen. Aber er fand keinen Fluss mehr, der ihn fortrug, nur eine Pfütze, die ein farbloses Bild dessen spiegelte, was er eben erlebt hatte.
Er schloss die Seiten des Buches und seufzte bekümmert. Doch als er sich in der Abenddämmerung auf den Heimweg machte, war er doch ganz froh, dass er die Geschichte nicht hatte wieder erleben können. Ansonsten hätte er die Parkbank nie mehr verlassen und die ganze Zeit gelesen. Und die Leute hätten nie mehr erfahren, wie ansehnlich seine Nase ist.
"Es ist gut, wenn man eine hübsche Nase hat", dachte Gögöl und roch in die Wirklichkeit.
Heute aber saß er auf einer Parkbank und fand neben sich ein Buch. Nur aus Spaß (denn Gögöl findet seine Nase außerordentlich ansehnlich) nahm er das Buch in die Hand und schlug es auf. Und er fand darin Zeichen, die zu Wörter wuchsen, aus denen Sätze und mit ihnen Abschnitte und Kapitel gediehen.
Und Gögöl fühlte sich auf einmal, als wäre er in einen Fluss gesprungen, der ihn fort riss. Die Landschaft um ihn her veränderte sich wie durch Zauberhand, unbekannte Menschen tauchten auf, wurden ihm vertraut, verließen ihn wieder. Er sah Königreiche entstehen und sterben. Er rannte durch die Unendlichkeit und tauchte in die Sonne. Dann stieß er plötzlich hart gegen einen Punkt und fand sich auf seiner Parkbank wieder. Das Buch war zu Ende. Wie im Taumel suchte er erneut die erste Seite, um die Geschichte zu wiederholen. Aber er fand keinen Fluss mehr, der ihn fortrug, nur eine Pfütze, die ein farbloses Bild dessen spiegelte, was er eben erlebt hatte.
Er schloss die Seiten des Buches und seufzte bekümmert. Doch als er sich in der Abenddämmerung auf den Heimweg machte, war er doch ganz froh, dass er die Geschichte nicht hatte wieder erleben können. Ansonsten hätte er die Parkbank nie mehr verlassen und die ganze Zeit gelesen. Und die Leute hätten nie mehr erfahren, wie ansehnlich seine Nase ist.
"Es ist gut, wenn man eine hübsche Nase hat", dachte Gögöl und roch in die Wirklichkeit.
goegoel - 21. Mai, 12:00